Schwermut

Schwermut
Text und Musik: Gitta Schürck; Nov 2017

Heut iss wieder so ein Tag, wo nichts geht und wo nichts steht
Wo der Himmel grau in grau, vor mir auf die Erde fällt
Mein Hirn iss breit, der Kopf iss schwer, das Denken hab ich heut' verlernt,
Zäh wie Haferbrei mit Ei, schmiert mein Körper – durch die Welt
Ich versuch mich zu erinnern, warum ich hier bin – wohin ich soll,
Mich drängen fremde Kriege(r) an die Wand – das find ich gar nicht toll

Schwer iss schwer, Mut tut gut, Mut der fehlt – das iss Schwermut
Körper schwer, Kraft iss weg, Laune mies – das iss ein Stimmungstief
Traurigkeit, macht sich breit, Glück iss weg, weg, weg – so ein Dreck

Heut iss wieder so ein Tag, wo mein Körper mir im Wege steht
Ich falle, stoss mich, tu mir weh, stolper über'n – grossen Zeh
Der Staubsaugerbeutel iss voll, der Kaffee fehlt im Schrank,
Die Zeit sie drängt, der Laden zu, heut' bleib ich leer – der Dreck, der bleibt

Schwer iss schwer, Mut tut gut, Mut der fehlt – das iss Schwermut
Körper schwer, Kraft iss weg, Laune mies – das iss ein Stimmungstief
Traurigkeit, macht sich breit, Glück iss weg, weg, weg – so ein Dreck

Ich gebe auf, ich resignier', akzeptiere diesen dummen Tag
Soll er machen, was er will, ich kämpfe nicht dagegen an
Ergebe mich dem fremden Volk, starre nur noch vor mich hin
Das Machen hab ich abgelegt, wie der Staubsauger, der in der Ecke steht

Ich gebe meinen Körper ab, einen neuen gibt es nicht
Warte auf die lange Nacht, der Tag danach – wie jeder weiss – hält nicht immer, was er verspricht

Schwer iss schwer, Mut tut gut, Mut der fehlt – das iss Schwermut
Körper schwer, Kraft iss weg, Laune mies – das iss ein Stimmungstief
Traurigkeit, macht sich breit, Glück iss weg, weg, weg – so ein Dreck



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